betrieb&gewerkschaft

01. Mai 2010  

Eine lange Zeit. Möglicherweise. Vielleicht aber auch nicht!

Zeitung der AG betrieb und gewerkschaftZeitung der AG betrieb und gewerkschaft1886 rief die amerikanische Arbeiterbewegung zum Generalstreik auf, um den 8-Stunden - Tag durchzusetzen. Vor 124 Jahren.

Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas gründeten 1908 ein Nationales Frauenkommitee um einen besonderen Kampftag für das Frauenwahlrecht zu fordern. Das war vor 102 Jahren. Der Aufstand russischer Arbeiter - und Soldatenfrauen am 8. März löste 1917 die Februarrevolution aus.

Im Januar 1919 wurde in Deutschland im Ergebnis der Novemberrevolution sowohl der
8 - Stundenarbeitstag als auch das Frauenwahlrecht erkämpft.

Die Zeit seither hat ausgereicht, um einerseits die Produktivität der Industrie ins Gigantische zu steigern und die Welt an den Rand der ökologischen Katastrophe zu führen. Andererseits war dieser Zeitraum zu knapp bemessen, um zwei Errungenschaften dieser Revolution - die Humanisierung der Arbeitswelt und die Überwindung patriarchalischer Herrschaftsformen - entscheidend voranzubringen.

 

2010 muss man feststellen, dass vielerorts wieder (oder noch) um diese 8 Stunden gekämpft werden muss, von zunehmendem Druck, physischer und psychischer Belastung auf die, die Arbeit haben, ganz zu schweigen. Der Grad der Ausbeutung ist nicht geringer geworden - im Gegenteil.
2010 ist monotone, schlecht bezahlte Arbeit nach wie vor überwiegend weiblich. Die Überwindung der alten Geschlechterrollen ist immer noch eine aktuelle Aufgabe. 91 Jahre genügten nicht, um der männlich dominierten, von bloßem  Nützlichkeitsdenken und Pragmatismus geprägten Welt eine im weitesten Sinne gleichberechtigte, von Vernunft, Sinnlichkeit und Glückssehnsucht geprägte entgegen zu setzen.

 

Beide historischen Errungenschaften stehen im Zusammenhang und sind höchst aktuell.
Gefasst in die bekannte Forderung nach einer Abeitszeitverkürzung  bei vollem Lohnaus -
gleich wäre das meines Erachtens eine sehr zeitgemäße Aufgabe im politischen Kampf der LINKEN.
Der Parteitag der niedersächsischen LINKEN mischte sich deshalb mit einem Wortbeitrag in die Programmdebatte ein indem er forderte: Linke Politik ist wesentlich Arbeitszeitpolitik. Der wachsenden Arbeitslosigkeit, die durch die Krise anschwillt, halten wir eine radikale Arbeitszeitverkürzung entgegen.

"Alle Arbeit für Alle - Mehr Zeit für das ganze Leben und konsequente Umverteilung von
Arbeit und Sorge für Mensch und Natur."

Es ist meine feste Überzeugung, dass wir die tatsächliche Emanzipation der Frauen nur im Kampf um die menschliche Emanzipation überhaupt erreichen.

Dafür allerdings sollten nicht wieder 91 Jahre vergehen.

Karin Klose
Mitglied im verdi - Ortsvorstand und
im Sprecherrat der AG B&G Salzgitter

(Beitrag zur Maiausgabe der Zeitung "Betrieb und Gewerkschaft")

 

 

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