betrieb&gewerkschaft

21. Juni 2014  

“Hingeschaut” ? Denkmal aufgestellt

Denkmal Denkmal Das Denkmal “Hingeschaut”, ein 3 Meter hoher, dreidimensionaler Stahlwinkel wurde der Öffentlichkeit übergeben. Die Idee dazu entstand im Rahmen eines Projektes mit Auszubildenden im Jahr 2013.

Die Umsetzung und Aufstellung des 2,5 Tonnen schweren Denkmals wurde von verschiedenen Betrieben und Abteilungen der Salzgitter AG “gestemmt”. Am 16. Juni wurde den Gästen der Übergabeveranstaltung das Ergebnis präsentiert.

Zu Beginn der Veranstaltung erläuterten die zwei Projektteilnehmer Yvonne Orlow und Dogrukhan Devecioglu ihre Hintergedanken: das am Rande des ehemaligen Appellplatz aufgestellte Denkmal soll weithin sichtbar sein und zum hinschauen anregen.

Auf den drei Seiten sind auf der Spitze stehende Winkel angebracht. Die verschiedenen Farben symbolisieren die sieben Haftgruppen, wie sie von der SS zugeordnet worden sind:

Rot mussten “politische Häftlinge” tragen ? Grün erhielten so genannte “Berufsverbrecher” ? Gelb stand für “jüdische Häftlinge” ? Rosa für “Homosexuelle” ? Lila symbolisierte “Bibelforscher” ? Schwarz stand für “Asoziale” ? Braun bekamen “Zigeuner”

 

Hasan Cakir, Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, lobte noch einmal das erfolgreiche Projekt. Gleichzeitig stellte er heraus, dass die Schuld nicht in den nachfolgenden Generationen zu suchen sei, diese aber eine Verantwortung für ihre Zukunft tragen.

 

Auch Michael Kieckbusch, Konzernarbeitsdirektor der Salzgitter AG, betonte in seiner Rede die erfolgreiche Zusammenarbeit von Konzern und Gedenkstätte. Ein Aspekt, der  an solchen gemeinsamen Projekten deutlich werde.

Nach einem weiteren Musikstück vom Saxophonisten Otto Jansen trat Sylvie Klajman, Tochter eines ehemaligen Häftlings des KZ Drütte, ans Mikrophon.
Sie richtete die Grüße ihres Vaters an das Publikum. Intensive Gespräche mit ihrem Vater fanden sich in ihrer Rede wieder, in der sie die Umstände seiner Haft, aber auch die Leiden nach seiner Befreiung schilderte.
In den Gesichtern der 250 Gäste spiegelte sich die große emotionale Nähe zum Geschehenen wider.

Nun steht das Denkmal nahe des ehemaligen KZ-Geländes. Es ist weithin zu sehen, lenkt den Blick auf den Ort ohne abzulenken und erinnert an die vielen tausend Männer, die dort zwischen 1942 und 1945 inhaftiert waren.

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