Ortsrat Süd

25. April 2017  

Anfrage: Kinderbetreuung im Ortsrat Süd der Stadt Salzgitter

Ortsratsmitglied Hermann Fleischer (DIE LINKE) stellte auf der Ortsratssitzung am 01.03.2017 folgende Anfrage:

1) Im Süden besteht der Bedarf an 84 weiteren Kitaplätzen, in der Kita Hubertusstraße sollen 45 Plätze entstehen. Wo sind die fehlenden 39 Kitaplätze geplant?

Antwort der Verwaltung:

Da auch weiterhin aufgrund der vorhandenen Zuzugsbewegungen von einer wachsenden Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen auszugehen ist, plant die Verwaltung neben den in der Fragestellung bereits benannten 45 Plätzen in der Kindertagesstätte Hl. Dreifaltigkeit (Hubertusstraße), die bereits zum Start des Kindergartenjahres 2017/2018 zur Verfügung stehen werden, derzeit den Um- bzw. Neubau von zwei weiteren Kindertagesstätten.

Für das Fördergebiet der Sozialen Stadt in der Ost- und Westsiedlung wurde im Handlungsfeld „Zusammenleben“ der Neubau einer Kindertagesstätte aktuell in die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes 2017 – 2020 aufgenommen. Diese soll ggf. unter Ausschöpfung der Fördermöglichkeiten aus der Förderkulisse „Soziale Stadt“ auf dem Gelände der Dr. Klaus-Schmidt-Hauptschule entstehen und zum Kindergartenjahr 2018/2019 mit 30 Krippenplätzen und 75 Kindergartenplätzen an den Start gehen. In der Einrichtung sollen schwerpunktmäßig Kinder aus der Ost- und Westsiedlung betreut werden. Die Geeignetheit des Standortes wird zzt. geprüft.

Daneben soll das Erdgeschoss der ehemaligen Steinbergschule komplett zu einer Kindertagesstätte umgebaut werden. Die Verwaltung plant, hier zum Start des Kindergartenjahres 2018/2019 zusätzlich 15 Krippenplätze und 50 Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen. In der Einrichtung sollen schwerpunktmäßig Kinder aus den restlichen Bereichen von Bad und perspektivisch aus dem Neubaugebiet Nordholz betreut werden.

2) Ist es möglich und realistisch Tagesmütter (auch aus der Großtagespflege) weiterzubilden und sie in Kitas oder Krippen einzusetzen?

Antwort der Verwaltung:

Vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Ausbildungsstandards erscheint ein Einsatz von Tagespflegekräften in Kindertagesstätten nicht geboten. Die Tagesmütter absolvieren aktuell seit 2016 im Rahmen der Qualifizierung nach dem Qualitätshandbuch Tagespflege ein Pensum von 440 Unterrichtsstunden (300 Stunden Theorie, 140  Stunden Praxisanteil). Vor 2016 wurden die Tagespflegepersonen mit 180 Stunden qualifiziert. Die damit erworbene Qualifikation entspricht in ihrem Umfang nicht dem Ausbildungsstand nach Abschluss einer Ausbildung zur Sozialassistentin, die als Mindestanforderung für die Tätigkeit in einer Kindertagesstätte erwartet wird. Tagespflegepersonen müssten sich bei Interesse an einer Tätigkeit in den Kindertagesstätten neben ihrer Tätigkeit mindestens als Sozialassistentin weiterqualifizieren. Die Verwaltung schätzt die Bereitschaft dazu als gering ein.

3) Warum wurde die Antwort der Verwaltung 0333/17-AW bereits am 24.2.2017 freigegeben, aber erst am 1.3.2017 mittags, fünf Stunden vor   der OR Sitzung, zusammen mit zahlreichen anderen Antworten im  Ratsinformationssystem freigeschaltet?

Antwort der Verwaltung:

Die Vorlage lag nach Abschluss des verwaltungsinternen Mitzeichnungsverfahrens ab dem 01.03.2017 zur Freigabe vor. Diese wurde umgehend beantragt und vorgenommen


Antwort der Verwaltung als PDF