Aktuell aus dem Rat der Stadt Salzgitter

Symbolfoto: Erich Werner pixelio.deSymbolfoto: Erich Werner pixelio.de

In immer mehr Städten werden Mehrwegbecher insbesondere gegen die drei Milliarden Coffee to go –Einwegbecher eingeführt, um die Müllberge zu reduzieren.

Nun hat der Rat der Stadt endlich mehrheitlich entschieden, dass Einwegbecher besser seien sollen als Mehrwegbecher. Ein halbes Jahr hat das Hin und Her und Verzögern gedauert, bis sich SPD und CDU eindeutig für den Coffee to go -Wegwerfbecher entschieden haben.

Die vier kleinen Ratsparteien MBS, Grüne, FDP und DIE LINKE stimmten für einen gemeinsamen Antrag, den DIE LINKE ursprünglich im Dezember eingebracht hatte.

Die Verwaltung und der SRB sollten beauftragt werden, ein Konzept für die Vermeidung von Müll aus Einwegtrinkbechern zu erarbeiten.

Dabei hatte DIE LINKE sogar den Änderungsantrag der CDU übernommen und auf die vorgeschlagene Umweltabgabe von 25 Cent auf die Einwegbecher verzichtet. „Nun hat die CDU gegen ihren eigenen Änderungsantrag gestimmt. Die SPD hat ein halbes Jahr zum Mehrwegbecher, der als „Salzgitter-Becher“ auch als umweltfreundliche Werbemaßnahme der Stadt dienen sollte, geschwiegen.“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Hermann Fleischer dazu. „Dabei hat der Rat erst 2017 eine Rangfolge des Umgangs mit Müll beschlossen:

An erster Stelle steht die Vermeidung - also Mehrweg statt Einweg -, an zweiter Stelle das Recycling und erst an letzter Stelle die Beseitigung von Müll. Angesichts der zunehmenden Vermüllung, nicht nur der Weltmeere, mit Plastik und Mikroplastik wäre ein umweltfreundliches Handeln an der Zeit.“, erläutert Hermann Fleischer.

Auf Antrag der Ratsfraktion der Linken, teilte die Verwaltung am 04.04.2018 im Ausschuss für Soziales und Integration mit, dass die Einführung des Sozialtickets zum 01.04.2018 nicht eingehalten werden konnte und eine realistische Einführung erst zum 01.01.2019 erfolgen kann.

Bereits am 22.03.2017 hatte bereits der Rat die Einführung eines SZ-Mobiltickets als Sozialticket beschlossen gehabt.  Die Verwaltung lehnte die Umsetzung des Sozialtickets aus Kostengründen ab.

Am 20.12.2017 gab es ein neuen Ratsbeschluss, wonach das Sozialticket unter geänderten Konditionen zum 01.04.2018 starten sollte.

Eckpunkte zum neuen Sozialticket

Altersgrenze Kinder - 14 Jahre.

Gültigkeit des Tickets ab 08:30 Uhr.

Gültigkeit auf den Linien der KVG Braunschweig und vom Regionalbus Braunschweig im Stadtgebiet.

Mindestlaufzeit, zwei Jahre.

 

Die erste Ausgabe der Ratsinfo kann als PDF-Datei geladen werden.

 

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Symbolbild Radverkehr  Foto Bernd Deschauer / pixelio.deSymbolbild Radverkehr
Foto Bernd Deschauer / pixelio.de
Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE hat die Stadtverwaltung einen Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts vorgelegt. In diesem Jahr sollen Querungshilfen in der Humboldtallee im Bereich der Einmündung Westfalenstraße und in der Feldstraße in Höhe der Einmündung Wildkamp gebaut werden. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist für 2018 noch die Verlegung der Radfahrerfurten und Bordsteinabsenkungen im Knoten Neißestraße / Berliner Straße in Planung. Umgesetzt wurden schon 2017 die Anlage eines Schutzstreifens für Rad­fahrer in der Friedrich-Ebert-Straße in SZ-Bad sowie eine Querungshilfe in der Neißestraße westlich der Rudolf-Harbig-Straße. Geplant ist für 2019 der Bau eines Radweges an der Peiner Straße (K 10) zwischen SZ-Lebenstedt und SZ-Salder. In der weiteren Planung für 2020 ist der Bau eines Radweges an der L 636 zwischen SZ-Salder und der Nord-Süd-Straße.

DIE LINKE begrüßt, dass drei Jahre nach Beschluss des Radverkehrskonzepts endlich mit dessen Umsetzung begonnen wurde. Verärgert ist die Fraktion DIE LINKE aber darüber, dass jährlich nur 125.000,- € im Haushalt für den Radverkehr bereit gestellt werden, obwohl der Rat 2016 beschlossen hatte, dass jährlich 250.000,- € für die Verbesserung des Radverkehrsnetzes bereit gestellt werden sollen. DIE LINKE wird sich in Salzgitter weiterhin für die Förderung des Radverkehrs als Beitrag für die Gesundheit und den Umweltschutz einsetzen.

 

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