10. Januar 2014  

Lösegeld statt Abfindung: Französische Arbeiter sperren Chefs ein

Amiens: Ein großer Traktorreifen blockiert den Eingang: In einem französischen Reifenwerk des US-Konzerns Goodyear werden seit Montag zwei Führungskräfte von Arbeitern festgehalten. Die an der Aktion beteiligten Mitarbeiter fordern vom Management unter anderem höhere Abfindungen. Für jeden der rund 120 Mitarbeiter  80.000 Euro plus 2500 Euro für jedes Betriebsjahr.

Goodyear hatte bereits im vergangenen Januar die Schließung des Standorts Amiens-Nord angekündigt. Als Grund nannte die Unternehmensführung damals geplatzte Verhandlungen mit den Gewerkschaften, die sich über mehrere Jahre hingezogen hatten.

das Goodyear-Management forderte am Dienstag eine sofortige Freilassung der Führungskräfte. Vorher werde es keine neuen Gespräche mit Arbeitnehmervertretern geben, hieß es. Der französische Unternehmerverband Medef bezeichnete die Geiselnahme als"vollkommen inakzeptabel" und "vorsintflutliche Praxis".

Bei den festgehaltenen Führungskräften handelt es sich um den Produktionsleiter und den Personalchef. Ihnen soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Die als Boss-napping bezeichnete Praxis hat in Frankreich Tradition. In der Vergangenheit "entführten" Angestellte immer wieder ihre Vorgesetzten. Meist sind die Aktionen Teil des Arbeitskampfes, dauern wenige Stunden bis einige Tage und gehen ohne persönliche Schäden zu Ende. Auch die Vorgesetzten verzichten in der Regel auf eine Anzeige.

 

 

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