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Chance vertan: Legale Graffiti-Flächen abgelehnt

Beim Zukunftstag 2026 entwickelten Jugendliche die Idee, in Salzgitter legale Graffiti-Flächen einzurichten, auf welchen sie sich kreativ ausprobieren können. Gemeinsam mit der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat Die Linke diese Idee aufgegriffen und als Antrag in den Rat eingebracht.
Auch das Jugendparlament befürwortete den Vorschlag.

Dennoch lehnten CDU und SPD den Antrag im Rat der Stadt ab.
In der Ratsdebatte wurde die Ablehnung damit begründet, dass bereits ein früherer Ratsbeschluss zu Graffiti- und Kunstprojekten existiere. Aus unserer Sicht greift diese Begründung jedoch zu kurz.
Der damalige Beschluss hatte das Ziel, künstlerische Gestaltungsprojekte im öffentlichen Raum (bspw. an Stromkästen oder ähnlichen Objekten) zu fördern.
Unser Antrag verfolgte dagegen ein anderes Ziel: Legale Graffiti-Flächen zu schaffen, auf denen sich insbesondere Jugendliche ausprobieren und ihre Kreativität legal entfalten können.
Beide Anträge ergänzen sich aus unserer Sicht, statt sich gegenseitig zu ersetzen. Während der frühere Beschluss Kunstprojekte im Stadtbild fördert, sollte unser Antrag legale Übungsflächen schaffen und damit jungen Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Graffiti ermöglichen.

Wir bedauern, dass diese Chance keine Mehrheit gefunden hat. Gerade weil die Idee von Jugendlichen selbst entwickelt und vom Jugendparlament unterstützt wurde, hätten wir uns eine andere Entscheidung des Rates gewünscht.

Dies zeigt aber auch, dass das Jugendparlament grundsätzlich mehr aktiv in Entscheidungsprozesse in Salzgiter einbezogen werden muss. Es wird noch immer viel zu häufig ignoriert.

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