Mahnwache für Hiroshima und Nagasaki
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Mahnwache für Hiroshima und Nagasaki

Am 08.08.2026 gedachten wir, wie jedes Jahr, unter dem Stadtmonument in Salzgitter-Lebenstedt der Opfer der US-Atombombenangriffe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. Vor 81 Jahren starben dabei mehrere tausend Menschen; die meisten von ihnen waren Zivilisten. Viele weitere starben oder erkrankten an den Folgeschäden der radioaktiven Strahlung.

Weitere Teilnehmende der Mahnwache waren Bündnis 90/Die Grünen aus Salzgitter, sowie die Regionalgruppe von IPPNW Braunschweig. Ebenfalls eingeladen war der Lyriker Thorsten Stelzner, welcher zwischen den Redebeiträgen mehrere seiner Gedichte verlas, in denen er sich gegen Krieg, Kriegstüchtigkeit und Gewalt, aber auch für demokratische Perspektiven im globalen politischen Geschehen aussprach. Ihm gilt unserer besonderer Dank für seine Teilnahme.

Die Redner Dr. Christoph Krämer (IPPNW), Florian Kraftschuk (Die Linke) und Holger Dahms (Die Grünen) sprachen sich in ihren Reden für eine weltweite nukleare Abrüstung aus und warnten vor den verheerenden Folgen, welche der Einsatz von Atomwaffen mit sich bringt.

Die Kernforderungen der Linken für eine Welt ohne Atomwaffen sind die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch Deutschland, womit keine US-Atomwaffen mehr in unserem Land stationiert werden könnten und Deutschland für andere Staaten zum Vorbild werden wird, sowie eine generelle Absage an nuklearer Teilhabe, seien es die Arsenale der USA oder Frankreichs und Gr0ßbritanniens. Die NATO ist kein Garant für Frieden, weshalb Deutschland außenpolitisch souverän werden muss.

Aber nicht nur die atomare Abrüstung war uns an diesem Tag ein anliegen. Diese muss einhergehen mit einer grundsätzlich anderen Herangehenweise an Beendigungen von Kriegen. Denn je mehr Waffen angeblich für die Verteidigung produziert werden, desto höher ist auch die potentielle Kriegsgefahr. Für uns ist klar: Nachhaltiger und sicherer Frieden kann nur durch diplomatische Lösungen erreicht werden.

Im weiteren Verlauf der Mahnwache hatten Passanten die Möglichkeit, sich über die Gefahr von Atomwaffen zu informieren und Papierkraniche zu falten, welches ein internationaler Akt der Solidarität mit den Opfern von Hiroshima und Nagasaki ist.

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