Wofür ich hier antrete
Ich trete an, damit ich mich im Rat der Stadt für ein Salzgitter einsetzen kann, dass bei jeder Entscheidung zuerst die Menschen im Vordergrund hat. Für ein Salzgitter, in dem die Entscheidungen danach bemessen werden, wie es den Einkommensschwächsten geht, und in dem jeder Einwohner das Gefühl hat: Hier wohne ich und hier könnte ich mir vorstellen, meine Lebenszeit bis zu meinem Lebensabend zu verbringen. Dazu gehört es natürlich auch, die kommunalen Finanzen so zu entwickeln, dass die sehr starken Schultern in der Kommune (damit ist nicht Malermeister X oder Dachdecker Y gemeint) ihren Beitrag dazu leisten und die Altschulden der Kommune von Bund und Land übernommen werden, sowie ein attraktives Umfeld für neue Gewerbe (stärkere kommunale Starthilfe, Unterstützung bei der Suche geeigneter Gewerbeflächen) entsteht.
Was mich jeden Tag nervt – und sich ändern muss
Man entscheidet sich als regulärer Autofahrer dazu, mal mit der Bahn nach Braunschweig zu fahren (dafür um die 10€ zu bezahlen). Dann kommt man gegen 22 Uhr in Salzgitter-Lebenstedt zurück an und findet keine passende Möglichkeit, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb Lebenstedts nach Hause zu gelangen… Klimaschutz und verlässliche Mobilität gehen anders.
So sieht ein gerechtes Salzgitter für mich aus
Der Wohnungsmarkt ist in einem regional eher „günstigen“ Niveau preislich. Trotz dessen wohnt nicht gut, wer preiswert wohnt. Das spiegelt sich insbesondere bei dem aktuell bestehenden Zustand vieler Wohnungen um oder unterhalb des Mietspiegels wider. Veraltete Treppenhäuser, Eingangstüren tief aus dem letzten Jahrtausend und nach einer Bushaltestelle mit passenden Verbindungen zur Innenstadt in der Nähe sucht man in solchen Wohngegenden meist vergeblich. Wie schon unter Punkt 1 erwähnt, ein gerechtes Salzgitter ist für mich ein Salzgitter, das für alle funktioniert. Auch für die, die nicht auf den Luxus eines eigenen KFZs bauen können oder eine private Krankenversicherung besitzen oder es sich im Sommer leisten können, mehrere Wochen ans Meer oder in kühlere Gegenden in den Urlaub zu fahren.
Wer ich bin – außerhalb von Arbeit und Politik
Ich bin Christos Paralis, 27 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Salzgitter-Lebenstedt und ein Kind dieser Stadt. Meine gesamte schulische Laufbahn habe ich in Salzgitter absolviert und seit dem 16. Lebensjahr bin ich mit dem Beginn meiner Ausbildung bei der Volkswagen AG am Standort in Salzgitter-Beddingen beschäftigt. Von kleinauf verbringe ich den Großteil meiner (Frei-)Zeit hier in der Stadt und habe die Menschen und die Orte dieser Stadt von Anfang an sehr zu schätzen gewusst. Außerhalb von Arbeit und Politik interessiere ich mich für Sport (Fitnessstudio und Fußball), sowie für Europa und Europapolitik (da ist sie wieder die Politik :) ).
Warum ich mir das überhaupt antue
Salzgitter ist wie gesagt der Ort, wo ich groß geworden bin und weiterhin gut und gerne lebe. Nichtsdestotrotz merkt man leider, dass die Entscheidungen im Rat der Stadt leider von Menschen getroffen werden, die den Großteil der Folgen der Entscheidungen nicht mehr zu spüren bekommen (auf Grund ihres biologischen Alters) und/oder die die meisten Entscheidungen nicht so sehr berühren, da sie abgekapselt von ÖPNV, öffentlicher Nahversorgung, öffentlichem Gesundheitssystem, öffentlichem Bildungswesen in ihrer eigenen gesellschaftlichen Schicht leben. Sie sind aber nur eine kleine Minderheit in Salzgitter. Für die meisten Menschen in der Stadt sieht der Alltag anders aus und dafür möchte ich mich stark machen.
Wo engagiere ich mich außerdem noch?
Ich engagiere mich im Betrieb neben meiner Tätigkeit als Sachbearbeiter in der neuen Batteriezellfabrik im Vertrauenskörper der IG Metall als Sprecher der Migranten. Nach der Arbeit geht es dann ehrenamtlich in der IG Metall Salzgitter-Peine im Migrationsausschuss, sowie auf bezirklicher Ebene als Jugendbildungsreferent der IG Metall-Jugend weiter. Zudem bin ich ebenfalls Mitglied im Kreisvorstand der Linken in Salzgitter und Mitglied im Vorstand der griechischen Gemeinde Braunschweig und Umgebung e.V. Eine weitere Mitgliedschaft, die mir ebenfalls sehr wichtig ist, ist der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V., der sich tagtäglich und sehr konsequent gegen das Vergessen des dunkelsten Kapitels dieser Stadt befasst.
Mein Lieblingsort in Salzgitter
Meine Lieblingsorte in Salzgitter sind die unzähligen Feldwege und Felder. Natürlich auch Lebenstedt, aber das sieht man von den Feldwegen aus in der Gänze am besten :)